Grundlagen
Therapeutische Belastungserprobung (TBE/BEP)
Gezielter, geschützter Versuch, Belastungen unter therapeutischer Begleitung auszuprobieren und eigene Grenzen kennenzulernen.
Was ist eine Therapeutische Belastungserprobung?
Eine Therapeutische Belastungserprobung (TBE/BEP) ist ein zeitlich begrenzter, gezielter Versuch, bestimmte Belastungen oder Aktivitäten unter therapeutischer Begleitung auszuprobieren. Ziel ist es, die eigenen Fähigkeiten und Grenzen besser kennenzulernen und gemeinsam mit Fachkräften Strategien für den Alltag zu entwickeln. Die Belastungserprobung erfolgt in einem geschützten Rahmen und wird individuell angepasst, um Überforderung zu vermeiden.
Ablauf und Ziele
Die TBE/BEP wird individuell geplant und begleitet. Gemeinsam mit Therapeut:innen werden passende Belastungen ausgewählt, die im Alltag relevant sind. Während der Erprobung werden Erfahrungen gesammelt, reflektiert und Strategien entwickelt, um mit Belastungen besser umgehen zu können. Das Ziel ist, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und realistische Einschätzungen der eigenen Belastbarkeit zu erhalten.
Für wen ist TBE/BEP geeignet?
Eine Belastungserprobung kann für Menschen hilfreich sein, die nach längerer Krankheit, psychischer Belastung oder in der Rehabilitation ihre Belastungsgrenzen neu kennenlernen möchten. Sie eignet sich besonders, wenn Unsicherheit über die eigene Leistungsfähigkeit besteht oder der Wiedereinstieg in Alltag, Arbeit oder Schule bevorsteht.
💡Praktische Tipps
🧩Sprich offen mit Therapeut:innen über deine Ängste und Wünsche
📋Notiere deine Erfahrungen und Erkenntnisse während der Erprobung
⏳Gehe Schritt für Schritt vor und achte auf deine Grenzen
🤝Nutze die Unterstützung von Fachkräften und vertrauten Personen
🌱Sieh Belastungserprobung als Chance, Neues über dich zu lernen