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Umgang mit Panikattacken

Erste Hilfe, Hintergrundwissen und langfristige Strategien bei plötzlichen Angstanfällen

Was ist eine Panikattacke?
Eine Panikattacke ist ein plötzlicher, intensiver Angstanfall, der scheinbar aus dem Nichts auftritt. Typische Symptome sind Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Schwitzen, Engegefühl in der Brust, Hitzewallungen oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Viele Betroffene glauben in dem Moment, sie hätten einen Herzinfarkt oder würden ohnmächtig werden. Panikattacken sind zwar extrem unangenehm, aber ungefährlich – sie sind eine Überreaktion des Körpers auf Stress oder Angst.
Was passiert im Körper?
Während einer Panikattacke schüttet der Körper Stresshormone aus – der 'Kampf-oder-Flucht'-Modus wird aktiviert. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird flacher, Muskeln spannen sich an. Diese Reaktion ist eigentlich ein Schutzmechanismus, der in Gefahrensituationen sinnvoll ist. Bei einer Panikattacke gibt es aber keinen realen äußeren Auslöser – der Körper reagiert auf einen Fehlalarm. Das Wissen darüber kann helfen, die Symptome besser einzuordnen und ihnen die Macht zu nehmen.
Erste Hilfe bei einer Panikattacke
Das Wichtigste ist: Versuche, ruhig zu bleiben und dich daran zu erinnern, dass die Attacke vorübergeht. Atme langsam und tief in den Bauch, zähle beim Ein- und Ausatmen mit. Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Umgebung: Was siehst, hörst, fühlst du? Sprich dir beruhigende Sätze vor: 'Das ist nur eine Panikattacke, sie geht vorbei.' Wenn möglich, setze dich hin oder lehne dich an. Vermeide es, vor der Angst zu fliehen – das verstärkt sie langfristig. Es kann helfen, eine Vertrauensperson anzurufen oder eine Notfallkarte mit hilfreichen Sätzen bei sich zu tragen.
Langfristige Strategien gegen Panikattacken
Panikattacken sind behandelbar. Wichtig ist, sich nicht aus Angst vor weiteren Attacken einzuschränken. Lerne, die Angst auszuhalten und dich ihr schrittweise zu stellen (Exposition). Entspannungstechniken, Achtsamkeit und regelmäßige Bewegung helfen, das Stressniveau zu senken. In der Therapie werden oft kognitive Techniken eingesetzt, um angstauslösende Gedanken zu hinterfragen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen (z.B. in Selbsthilfegruppen) kann entlastend sein.
Wann professionelle Hilfe suchen?
Wenn Panikattacken häufig auftreten, deinen Alltag stark beeinträchtigen oder du aus Angst vor neuen Attacken Situationen meidest, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Therapeut:innen können dir helfen, die Ursachen zu verstehen und wirksame Strategien zu entwickeln. In akuten Krisen oder bei Suizidgedanken ist sofortige Hilfe notwendig – zögere nicht, Notrufnummern zu wählen oder dich an Krisendienste zu wenden.
💡Praktische Tipps
😱Atme langsam und tief in den Bauch – zähle beim Ein- und Ausatmen mit
🧘‍♂️Übe regelmäßig Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken
👀Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Umgebung (z.B. 5 Dinge sehen, 4 hören, 3 fühlen)
📝Führe ein Angsttagebuch, um Auslöser und Muster zu erkennen
📞Sprich mit einer Vertrauensperson oder rufe eine Notfallnummer an
💬Sprich dir beruhigende Sätze vor: 'Das ist nur eine Panikattacke, sie geht vorbei.'
🚶‍♂️Vermeide es, vor der Angst zu fliehen – bleibe in der Situation, wenn möglich
🤝Suche therapeutische Unterstützung, wenn die Attacken häufiger werden oder dich stark belasten
Umgang mit Panikattacken - Lexikon | Therapieweide 🌈🦋